Wie finde ich einen Energieberater

Wie finde ich einen Energieberater?

Erst letzte Woche hatte ich wieder einen Anruf eines Kunden: "Ich möchte mein Gebäude sanieren. Ich brauche für die Bank eine Unterschrift auf diesem Formular, damit ich die Förderung bekomme." So oder so ähnlich beginnt das meist. Alternativ empfiehlt mich der Handwerker mit den Worten, mal bei mir nachzufragen. Es gäbe da Fördermittel. Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Mit einer Unterschrift ist es nicht getan.

Was ist ein Energieberater?

Die Berufsbezeichnung "Energieberater*in" ist nicht geschützt. Auch gibt es (noch) kein explizites Berufsbild dazu. Die verschiedenen Verbände der Gebäude-Energieberater wirken auf ein eigenes Berufsbild hin. Sowas dauert aber. Als ich 1998 mit meiner Ausbildung zur Bauzeichnerin begann, wurde der obligatorische Wärmeschutznachweis im Neubaubereich durch den Tragwerksplaner aufgestellt. Damals gab es aber auch noch keine Energieeinsparverordnung. Die Energiegesetzgebung wurde im Laufe der Jahre immer komplexer und die Nachweise immer umfangreicher. Dadurch entstand in den letzten Jahren die Notwendigkeit, dass der Bereich der Energiekonzepte für Gebäude durch gesonderte Experten abgedeckt wird.

Ich als Energieberaterin bin eine Energie-Effizienz-Expertin, die über fach- und gewerkeübergreifende Kenntnisse verfügt. Um auf dem aktuellen Stand zu bleiben, bilde ich mich regelmäßig weiter. Diese Weiterbildungen betreffen nicht nur technische Neuerungen, sondern auch aktuelle Veränderungen in den Gesetzgebung und der Fördermittellandschaft. Durch diese umfassende Expertise bin ich in der Lage, ganzheitliche und verbesserte Energiekonzepte für Wohngebäude aufzustellen. Ich stelle energetische Bilanzierungen für Gebäude auf, berate zu möglichen Fördermitteln und welche Anforderungen gegeben sein müssen, um die Fördermittel zu bekommen.

Wie finde ich einen guten Energieberater?

Ein guter Energieberater hat erst einmal eine fachliche Grundausbildung. Dies kann eine Ausbildung zum Meister oder Techniker (wie in meinem Fall) sein. Oder auch ein Studium wie zum Beispiel Architektur oder Bauingenieur. Mittlerweile gibt es auch spezielle Studiengänge für energieeffiziente Themenfelder. Darüber hinaus hat der Energieberater eine umfangreiche Grundfortbildung zum Thema Gebäude-Energie-Effizienz absolviert. Damit kann er sich dann bei der Energie-Effizienz-Experten-Liste eintragen lassen.

Diese Liste wird von der der Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) mit Sitz in Berlin betreut und wurde mit von ihr initiiert. Weiter Initiatoren sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die KfW. Möchte man Fördermittel beispielsweise von der KfW haben, so ist die energetische Baubegleitung durch einen Energieberater dieser Liste zwingend vorgeschrieben.

Ich selbst bin auch dort gelistet. Meine Grund-Fortbildung habe ich Anfang 2016 abgeschlossen. Damit ich dort aber auch gelistet bleiben kann, muss ich mich regelmäßig fortbilden. Damit kannst du sicher sein, dass mein Wissen immer auf dem aktuellen Stand ist. Und das schließt nicht nur technische Neuerungen ein, sondern auch Veränderungen in der Fördermittellandschaft und neue Entwicklungen in Bezug auf die Gesetzgebung.

Und weil Praxis durch nichts zu ersetzen ist, muss die auch jeder gelistete Energieberater nachweisen. Wer keine Fortbildungen und Praxis nach der Grund-Fortbildung aufweisen kann, fliegt nach einiger Zeit von dieser Liste. Damit könnt ihr sicher sein, dass jeder Experte auf dieser Liste über die nötige Erfahrung verfügt, um euch bei euren Vorhaben zu begleiten.

Was macht der Energieberater jetzt genau?

Die Aufgaben eines Energieberaters sind so vielfältig und bei jedem Projekt individuell verschieden. Wenn Kunden bei mir anrufen, wissen sie selbst häufig noch nicht, was sie eigentlich genau wissen möchten und mit welcher Dienstleistung ich Ihnen weiterhelfen kann.

Meine erste Frage lautet dann immer: Was ist denn das Thema bei deinem Gebäude?

Frage an Energieberater Fördermittel
Frage an Energieberater Sanierungsfahrplan
Frage an Energieberater Energieausweis

Meine Aufgabe ist es dann, dich als Kunden an der Stelle abzuholen, an der du gerade ganz individuell stehst. Dafür stelle ich zu Beginn noch ein paar vertiefende Fragen:

  • Bist du Eigentümer von einem Ein- oder Zweifamilienhaus oder Wohnungseigentümer in einem Mehrfamilienhaus?
  • Möchtest du nur einen Teilbereich am Gebäude überarbeiten oder geht es um das komplette Gebäude?
  • Was für Vorkenntnisse hast du? Hast du dich vorab schon irgendwo informiert?
  • Wie alt ist das Gebäude?
  • Wie wurde das Gebäude gebaut (massiv oder Holzständer, Flachdach oder Steildach)?
  • Wurde bereits in der Vergangenheit eine energetisch relevante Sanierung vorgenommen?
  • Was für eine Anlagentechnik (Erzeugung Wärme und Trinkwarmwasser, Belüftung) ist im Gebäude verbaut und wie alt ist diese?

Durch die Einstiegsfrage ist es meistens dann schon für mich klar, welche Dienstleistung du von mir brauchst. Durch die vertiefenden Fragen kann ich für mich schon die grobe Marschrichtung festlegen. Dadurch kann ich dann schon grob erfahren, ob ich beispielsweise auf irgendwelche Gesetze achten muss. Oder ob für dich eventuell bestimmte Fördermittel in Frage kommen.

Und wie geht es nach dem ersten Kontakt weiter?

Meist vereinbaren wir dann einen ersten Termin vor Ort für die sogenannte Energie-Start-Beratung. Was das genau ist, werde ich demnächst in einem separaten Artikel erklären.

Du stellst dir die gleichen Fragen, wie viele meiner Kunden? Dann findest du in mir eine engagierte und leidenschaftliche Energieberaterin. Gerne begleite ich dich und dein Gebäude auf dem Weg zu mehr Energie-Effizienz. Und das bedeutet für dich: weniger laufende Energiekosten.

Ich bin einen Anruf oder eine E-Mail energieberatung@marinaplotzitzka.de von dir entfernt.

Marina
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