Fördermittel

Steuerbonus oder KfW-Förderung?

​Das Klimaschutzpaket der Bundesregierung mit dem ausgelobten Steuerbonus ist in aller Munde. Viele Kunden fragen mich danach. Der Förderdschungel ist damit nicht übersichtlicher geworden.

Die KfW hat auf den den ausgelobten Steuerbonus reagiert und die Zuschüsse der einzelnen Sanierungsstufen deutlich erhöht - bei gleichen Anforderungen!​

KfW Zuschuss Förderung

Quelle: kfw.de

Trotzdem stellt sich vielleicht für viele Eigentümer die Frage: Soll ich lieber eine Förderung bei der KfW in Anspruch nehmen oder ist der Steuerbonus besser?

KfW-Förderung

Die KfW fördert die Sanierung von allen Bestandsimmobilien. Unabhängig davon, ob sie selbst bewohnt werden oder nicht. Darunter fallen Ein- und Mehrfamilienwohnhäuser und Eigentumswohnungen. Je nach Umfang und erreichter energetischer Qualität des Gebäudes werden je Wohneinheit 50 - 120.000 Euro gefördert. Die Förderung kann von allen Eigentümer*innen, die einen Antrag vor Beginn der Arbeiten gestellt haben, in Anspruch genommen werden. Ein Energieberater bzw. Energie-Effizienz-Experte muss die Maßnahme begleiten. Dessen Honorar wird über ein separates Förderprogramm bis zu 50% bezuschusst. Die Förderquote für die Sanierungsmaßnahme beträgt je nach durchgeführter Maßnahme 20% (bei Einzelmaßnahmen) bis 40% (Effizienzhaus 55).

Die Vorteile der KfW-Förderung

Es erfolgt eine unabhängige Kontrolle durch den Energie-Effizienz-Experten über die energetische Qualität der Sanierungsmaßnahme. Außerdem kann eine gewerkeübergreifende Beratung durchgeführt werden, dadurch ist eventuell eine bessere Förderstufe und damit ein höherer Zuschuss möglich. Außerdem hast du finanzielle Planungssicherheit: du bekommst die Förderzusage vor Ausführung der Sanierungsarbeiten. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten bekommst du die Förderung in voller Höhe ausbezahlt oder auf deinen Kredit angerechnet. Außerdem ist die Förderung unabhängig von der Höhe deiner eigenen Einkommensteuer möglich.

Die Nachteile der KfW-Förderung

Bei Einzelmaßnahmen kann es zu niedrigere Fördersummen bei Ein- und Zweifamilienwohnhäusern im Vergleich zum Steuerbonus kommen.

Steuerbonus

Die KfW fördert die Sanierung von selbstgenutzten Bestandsimmobilien. Darunter fallen Ein- und Zweifamilienwohnhäuser. Eigentumswohnungen und Wohnhäuser mit mehr als drei Wohnungen werden nicht gefördert. Es werden unabhängig vom Umfang und erreichter energetischer Qualität des Gebäudes 200.000 Euro gesamt gefördert anteilig für den selbstgenutzten Teil. Die Förderbedingungen sind ähnlich den KfW-Förderbedingungen. Es gibt dazu eine separate Verordnung. Ein Energieberater bzw. Energie-Effizienz-Experte kann die Maßnahme begleiten. Von der Steuerschuld können 20% der Kosten der Sanierungsmaßnahme und 50% der Kosten für die Planungs- und Baubegleitungskosten durch den Energieberater abgezogen werden. Dabei können die Kosten nicht auf einmal von der Einkommensteuer abgesetzt werden, sondern müssen über einen festgesetzten Schlüssel auf drei Jahre verteilt werden. Dieser Schlüssel beträgt bei den Sanierungsmaßnahmen 7% im ersten Jahr, 7% im zweiten Jahr, und 6% im dritten Jahr. Dies ergibt dann die Gesamtförderung von 20%.

Die Vorteile des Steuerbonus

Es sind relativ hohe Fördersummen bei Einzelmaßnahmen an Ein- und Zweifamilienwohnhäusern möglich.

Die Nachteile des Steuerbonus

Eine Förderung ist nur möglich, wenn es sich um selbstgenutztes Wohneigentum handelt. Außerdem werden nur Ein- und Zweifamilienwohnhäuser gefördert. Die Durchführung der Arbeiten verlangt keine Überwachung durch einen unabhängigen Energieberater bzw. Energie-Effizienz-Experte. Das heißt, dass die Arbeiten auch ohne eine unabhängige Kontrolle über die energetische Qualität der Sanierungsmaßnahme durchgeführt werden können. Du hast keine finanzielle Planungssicherheit: Die Finanzbehörde entscheidet nach Abschluss der Arbeiten, ob die Arbeiten gefördert werden oder nicht. Eine Absage ist möglich. Außerdem kann dir nur ein Steuerberater in steuerlichen Fragen weiterhelfen. Du kannst nur etwas von deiner Steuer abziehen lassen, wenn du auch entsprechend Steuern bezahlst. Weder der Handwerker noch der Energieberater können dir sagen, was du in drei Jahren für Steuern bezahlst.

Fazit

Ich persönlich ziehe das Fazit, dass eine Förderung durch die KfW oft die bessere Wahl sein wird. Bei umfangreichen Maßnahmen, bei denen die förderfähigen Kosten die Kappungsgrenze der KfW erreicht, ist eine Ergänzung durch den Steuerbonus sinnvoll.
Ich bin für alle deine Fragen insbesondere bei Sanierungen da.

Ich prüfe die Durchführbarkeit von geplanten Maßnahmen und habe auch das gesamte Gebäude im Blick. Ich kläre mit dir zusammen, was gut und sinnvoll für dein Gebäude ist, habe dabei gesetzliche und fördermittelrelevante Eckdaten im Hinterkopf und begleite dich durch den gesamten Ablauf bis zum Abschluss der Maßnahme und der Auszahlung der Fördermittel. Ruf einfach in meinem Büro an oder schicke mir ein Email. Dann können wir vor allem bei umfangreichen Maßnahmen die optimale Kombination von Fördermitteln prüfen. Damit kannst du alles Möglichkeiten optimal nutzen. 

Und das Beste: Unabhängige Qualitätssicherung ist wichtig. Deshalb wird mein Honorar auch bis zu 50% gefördert.

Marina
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