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Wie finde ich einen Energieberater

Wie finde ich einen Energieberater?

Erst letzte Woche hatte ich wieder einen Anruf eines Kunden: "Ich möchte mein Gebäude sanieren. Ich brauche für die Bank eine Unterschrift auf diesem Formular, damit ich die Förderung bekomme." So oder so ähnlich beginnt das meist. Alternativ empfiehlt mich der Handwerker mit den Worten, mal bei mir nachzufragen. Es gäbe da Fördermittel. Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Mit einer Unterschrift ist es nicht getan.

Was ist ein Energieberater?

Die Berufsbezeichnung "Energieberater*in" ist nicht geschützt. Auch gibt es (noch) kein explizites Berufsbild dazu. Die verschiedenen Verbände der Gebäude-Energieberater wirken auf ein eigenes Berufsbild hin. Sowas dauert aber. Als ich 1998 mit meiner Ausbildung zur Bauzeichnerin begann, wurde der obligatorische Wärmeschutznachweis im Neubaubereich durch den Tragwerksplaner aufgestellt. Damals gab es aber auch noch keine Energieeinsparverordnung. Die Energiegesetzgebung wurde im Laufe der Jahre immer komplexer und die Nachweise immer umfangreicher. Dadurch entstand in den letzten Jahren die Notwendigkeit, dass der Bereich der Energiekonzepte für Gebäude durch gesonderte Experten abgedeckt wird.

Ich als Energieberaterin bin eine Energie-Effizienz-Expertin, die über fach- und gewerkeübergreifende Kenntnisse verfügt. Um auf dem aktuellen Stand zu bleiben, bilde ich mich regelmäßig weiter. Diese Weiterbildungen betreffen nicht nur technische Neuerungen, sondern auch aktuelle Veränderungen in den Gesetzgebung und der Fördermittellandschaft. Durch diese umfassende Expertise bin ich in der Lage, ganzheitliche und verbesserte Energiekonzepte für Wohngebäude aufzustellen. Ich stelle energetische Bilanzierungen für Gebäude auf, berate zu möglichen Fördermitteln und welche Anforderungen gegeben sein müssen, um die Fördermittel zu bekommen.

Wie finde ich einen guten Energieberater?

Ein guter Energieberater hat erst einmal eine fachliche Grundausbildung. Dies kann eine Ausbildung zum Meister oder Techniker (wie in meinem Fall) sein. Oder auch ein Studium wie zum Beispiel Architektur oder Bauingenieur. Mittlerweile gibt es auch spezielle Studiengänge für energieeffiziente Themenfelder. Darüber hinaus hat der Energieberater eine umfangreiche Grundfortbildung zum Thema Gebäude-Energie-Effizienz absolviert. Damit kann er sich dann bei der Energie-Effizienz-Experten-Liste eintragen lassen.

Diese Liste wird von der der Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) mit Sitz in Berlin betreut und wurde mit von ihr initiiert. Weiter Initiatoren sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die KfW. Möchte man Fördermittel beispielsweise von der KfW haben, so ist die energetische Baubegleitung durch einen Energieberater dieser Liste zwingend vorgeschrieben.

Ich selbst bin auch dort gelistet. Meine Grund-Fortbildung habe ich Anfang 2016 abgeschlossen. Damit ich dort aber auch gelistet bleiben kann, muss ich mich regelmäßig fortbilden. Damit kannst du sicher sein, dass mein Wissen immer auf dem aktuellen Stand ist. Und das schließt nicht nur technische Neuerungen ein, sondern auch Veränderungen in der Fördermittellandschaft und neue Entwicklungen in Bezug auf die Gesetzgebung.

Und weil Praxis durch nichts zu ersetzen ist, muss die auch jeder gelistete Energieberater nachweisen. Wer keine Fortbildungen und Praxis nach der Grund-Fortbildung aufweisen kann, fliegt nach einiger Zeit von dieser Liste. Damit könnt ihr sicher sein, dass jeder Experte auf dieser Liste über die nötige Erfahrung verfügt, um euch bei euren Vorhaben zu begleiten.

Was macht der Energieberater jetzt genau?

Die Aufgaben eines Energieberaters sind so vielfältig und bei jedem Projekt individuell verschieden. Wenn Kunden bei mir anrufen, wissen sie selbst häufig noch nicht, was sie eigentlich genau wissen möchten und mit welcher Dienstleistung ich Ihnen weiterhelfen kann.

Meine erste Frage lautet dann immer: Was ist denn das Thema bei deinem Gebäude?

Frage an Energieberater Fördermittel
Frage an Energieberater Sanierungsfahrplan
Frage an Energieberater Energieausweis

Meine Aufgabe ist es dann, dich als Kunden an der Stelle abzuholen, an der du gerade ganz individuell stehst. Dafür stelle ich zu Beginn noch ein paar vertiefende Fragen:

  • Bist du Eigentümer von einem Ein- oder Zweifamilienhaus oder Wohnungseigentümer in einem Mehrfamilienhaus?
  • Möchtest du nur einen Teilbereich am Gebäude überarbeiten oder geht es um das komplette Gebäude?
  • Was für Vorkenntnisse hast du? Hast du dich vorab schon irgendwo informiert?
  • Wie alt ist das Gebäude?
  • Wie wurde das Gebäude gebaut (massiv oder Holzständer, Flachdach oder Steildach)?
  • Wurde bereits in der Vergangenheit eine energetisch relevante Sanierung vorgenommen?
  • Was für eine Anlagentechnik (Erzeugung Wärme und Trinkwarmwasser, Belüftung) ist im Gebäude verbaut und wie alt ist diese?

Durch die Einstiegsfrage ist es meistens dann schon für mich klar, welche Dienstleistung du von mir brauchst. Durch die vertiefenden Fragen kann ich für mich schon die grobe Marschrichtung festlegen. Dadurch kann ich dann schon grob erfahren, ob ich beispielsweise auf irgendwelche Gesetze achten muss. Oder ob für dich eventuell bestimmte Fördermittel in Frage kommen.

Und wie geht es nach dem ersten Kontakt weiter?

Meist vereinbaren wir dann einen ersten Termin vor Ort für die sogenannte Energie-Start-Beratung. Was das genau ist, werde ich demnächst in einem separaten Artikel erklären.

Du stellst dir die gleichen Fragen, wie viele meiner Kunden? Dann findest du in mir eine engagierte und leidenschaftliche Energieberaterin. Gerne begleite ich dich und dein Gebäude auf dem Weg zu mehr Energie-Effizienz. Und das bedeutet für dich: weniger laufende Energiekosten.

Ich bin einen Anruf oder eine E-Mail energieberatung@marinaplotzitzka.de von dir entfernt.

Energieausweis Entscheidungshilfe

Wann braucht es eigentlich einen Energieausweis?

Meine Schwester ist gerade auf Häusersuche. Mit ihrer besseren Hälfte schaut Sie sich im Stuttgarter Speckgürtel diverse Eigenheime an. Kommt ein Haus in die engere Auswahl, komme ich ins Spiel: "Wirf mal einen Blick auf die Bilder. Was sagst du denn dazu?". Hin und wieder schaue ich auch das Gebäude mit den beiden an. Gebe Tipps. Erkläre, was mir so auffällt und wie ich das bewerte.

Bei den Begehungen ist das nun so, dass ich natürlich berufsbedingt gerne einen Blick auf den vorhandenen Energieausweis werfen möchte. Nicht, dass ich das Gebäude nicht selbst bewerten könnte, aber es interessiert mich schon, was Immobilienkäufern da gezeigt wird. Und nicht nur bei den Begehungen der Gebäude mit meiner Schwester, auch beim Kontakt mit Maklern und Hausverwaltern bekomme ich immer wieder diese Energieausweise zu Gesicht. Die Energieausweise, die auf den ersten Blick falsch sind. Dabei geht es mir gar nicht darum, ob richtig gerechnet wurde. Sondern um die offensichtlichen Grundlagen, die jeder Laie erkennen kann.

Wann braucht es eigentlich einen Energieausweis?

Ein Energieausweis muss erstellt werden, wenn

  • ein Gebäude neu errichtet wird. Dies ist bei Neubauten bereits seit dem 1.10.2007 Pflicht. Dies bedeutet, dass bei Neubauten aus den letzten 10 Jahren eigentlich ein aktuell gültiger Energieausweis vorliegt.
  • ein bestehendes Gebäude oder eine Wohnung NEU vermietet, verpachtet, verleast oder verkauft wird. Zu den bestehenden Gebäuden zählen auch die Neubauten, die älter als zehn Jahre sind.

Keinen Energieausweis braucht es, wenn

  • an dem Gebäude nichts geändert wird
  • das Gebäude oder eine Wohnung nicht neu vermietet wird
  • das Gebäude unter Denkmalschutz steht

Es gibt zwei verschiedene Arten Energieausweise

Für bestehende Gebäude kann entweder ein sogenannter Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis erstellt werden. Für Neubauten gibt es logischerweise nur den Bedarfsausweis, da hier noch keine Verbrauchsdaten vorliegen.

Beide Energieausweise unterscheiden sich grundsätzlich in der Art der Erstellung:

Verbrauchsausweis

Hier werden die tatsächlichen Verbrauchsdaten der letzten drei Abrechnungsperioden (mindestens 36 Monate) der Heizung und des Trinkwarmwassers ermittelt. Diese werden einer Witterungsbereinigung unterzogen. Das bedeutet, das beispielsweise milde Winter rausgerechnet werden. Dieser Energieausweis spiegelt den tatsächlichen Verbrauch der Bewohner wider.

Bedarfsausweis

Hier wird der theoretische Energiebedarf eines Gebäudes auf Basis von festgelegten Bedingungen ermittelt. Diese sind in einer Norm festgelegt. Bei der Beurteilung wird die Heizungsanlage, die Qualität der Fenster oder der Dämmung mit einbezogen. Dabei wird das komplette Gebäude berechnet. Der Wärmeverlust über alle Bauteile (Dach, Wand, Fenster, Bodenplatte, usw.) kann berechnet werden. Dazu wird die Anlagentechnik (zum Beispiel Heizung und Lüftung) mit einbezogen.

Natürlich ist der Verbrauchsausweis viel günstiger als ein Bedarfsausweis, da hier der Rechenaufwand für mich als Energieberaterin viel geringer ist. Und wer mag schon viel Geld ausgeben, wenn er das nicht muss?

Warum also nicht immer einen Verbrauchsausweis ausstellen lassen?

In der Energieeinsparverordnung (EnEV) ist festgelegt, unter welchen Voraussetzungen ein sogenannter Verbrauchsausweis erstellt werden darf:

  • Hat das Gebäude mindestens 5 Wohneinheiten?
  • Wurde der Bauantrag für das Gebäude nach dem 1. November 1977 gestellt oder wurde das Gebäude nach der Wärmeschutzverordnung 1977 gebaut oder auf diesen Stand modernisiert?

Eine der beiden Fragen mit ja beantwortet, kann grundsätzlich ein Verbrauchsausweis erstellt werden.

Voraussetzung ist natürlich, dass die Verbrauchsdaten für den notwendigen Zeitraum vorliegen. Außerdem dürfen Wohnungen bzw. Gebäude in diesem Zeitraum nicht unverhältnismäßig lange leer gestanden haben.

Ich habe dir das mal vereinfacht in einer Grafik zusammengestellt.

Energieausweis Entscheidungshilfe

Der Energieausweis ist grundsätzlich immer 10 Jahre gültig. Er kann aber jederzeit neu ausgestellt werden, wenn sich zum Beispiel durch energetisch wirksame Sanierungen eine Verbesserung der Verbrauchsdaten des Gebäudes ergeben. Dann ist es sogar empfehlenswert einen neuen Energieausweis zu erstellen.

Zurück zum Gebäude meiner Schwester. Das Einfamilienhaus wurde in den 1960er Jahren errichtet und nicht saniert. Auf mein Nachfragen überreichte mir die Maklerin den Energieausweis. In den Händen hielt ich einen Verbrauchsausweis.

Unabhängig davon, ob er aussagekräftig ist oder nicht: Er ist nicht zulässig.

Ausblick auf neue Gesetze

Am 03.07.2020 hat der Bundesrat das Gebäudeenergiegesetz (GEG), das unter anderem die bisherige Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (EEwärmeG) ablöst, beschlossen. Es tritt drei Monate nach Verkündigung im Bundesgesetzblatt in Kraft.


Darin gibt es auch ein paar Neuerungen, die die Erstellung von Energieausweisen betrifft, insbesondere die Erstellung von Verbrauchsausweisen.


Bisher können die Verbrauchsdaten durch den Eigentümer übermittelt werden. Diese prüfe ich auf Plausibilität. Ein Ortstermin durch mich ist allerdings nicht zwingend vorgeschrieben. Dies bedeutet dann in der Folge, dass ich für das Gebäude keine Modernisierungsempfehlungen, die eigentlich Bestandteil jeden Energieausweises sein sollten, erstellen kann.


Mit dem neuen Gesetz sind die Modernisierungsempfehlungen auf dem Energieausweis zwingender Bestandteil. Dies bedeutet, dass ich in jedem Fall einen kurzen Ortstermin durchführen muss, um auch meine sachkundige Einschätzung zum Gebäude abgeben zu können. Alternativ dürfen Bilder des Gebäudes übermittelt werden, die eine Bewertung der energetischen Beschaffenheit des Gebäudes möglich machen.


„Um die Qualität der Energieausweise zu verbessern, wird für bestehende Gebäude, für die ein Energieausweis erstellt wird, eine Vor-Ort-Begehung durch den Aussteller vorgegeben. Alternativ zur Vor-Ort-Begehung kann der Aussteller sich für eine Beurteilung der energetischen Eigenschaften geeignete Bildaufnahmen des Gebäudes zur Verfügung stellen lassen. Diese neu eingefügten Vorgaben stellen sicher, dass Aussteller sich nicht nur durch Eigentümer berichten lassen, sondern die für die energetische Bewertung des Gebäudes relevanten Bauteile in Augenschein nehmen und sich ein eigenes Bild machen. Auf dieser Grundlage wird dem Aussteller ermöglicht, Empfehlungen für Maßnahmen zur kosteneffizienten Verbesserung der energetischen Eigenschaften des Gebäudes zu geben. Die Qualität der Modernisierungsempfehlungen wird verbessert.“


Klar ist, dass diese Modernisierungsempfehlungen keinen Ersatz für eine ausführliche Energieberatung ersetzen kann. Dafür bietet sich die Erstellung eines gebäudeindividuellen Sanierungsfahrplans an. In einem früheren Blogartikel findest du weitere Informationen dazu.


Du möchtest deine Wohnung oder dein Haus verkaufen oder vermieten? Der dafür vorgeschriebene Energieausweis liegt noch nicht vor? Welchen Energieausweis brauchst du eigentlich?

Bei mir bekommst du deinen Energieausweis. Natürlich den richtigen. Ruf einfach in meinem Büro an oder schicke mir ein E-Mail. Hier kannst du dir die Checkliste für den Verbrauchsausweis und hier die Checkliste für den Bedarfsausweis herunterladen. Einfach ausfüllen und zurück an mein Büro.

Ach, noch was:

Einen Verbrauchsausweis kann ich bundesweit ausstellen. Den Bedarfsausweis nur im groben Umkreis meines Büros, da ich zur Erstellung des Bedarfsausweises immer einen Ortstermin durchführe. Aber wer weiß, vielleicht bin ich mal bei dir in der Gegend.

Fördermittel

Steuerbonus oder KfW-Förderung?

​Das Klimaschutzpaket der Bundesregierung mit dem ausgelobten Steuerbonus ist in aller Munde. Viele Kunden fragen mich danach. Der Förderdschungel ist damit nicht übersichtlicher geworden.

Die KfW hat auf den den ausgelobten Steuerbonus reagiert und die Zuschüsse der einzelnen Sanierungsstufen deutlich erhöht - bei gleichen Anforderungen!​

KfW Zuschuss Förderung

Quelle: kfw.de

Trotzdem stellt sich vielleicht für viele Eigentümer die Frage: Soll ich lieber eine Förderung bei der KfW in Anspruch nehmen oder ist der Steuerbonus besser?

KfW-Förderung

Die KfW fördert die Sanierung von allen Bestandsimmobilien. Unabhängig davon, ob sie selbst bewohnt werden oder nicht. Darunter fallen Ein- und Mehrfamilienwohnhäuser und Eigentumswohnungen. Je nach Umfang und erreichter energetischer Qualität des Gebäudes werden je Wohneinheit 50 - 120.000 Euro gefördert. Die Förderung kann von allen Eigentümer*innen, die einen Antrag vor Beginn der Arbeiten gestellt haben, in Anspruch genommen werden. Ein Energieberater bzw. Energie-Effizienz-Experte muss die Maßnahme begleiten. Dessen Honorar wird über ein separates Förderprogramm bis zu 50% bezuschusst. Die Förderquote für die Sanierungsmaßnahme beträgt je nach durchgeführter Maßnahme 20% (bei Einzelmaßnahmen) bis 40% (Effizienzhaus 55).

Die Vorteile der KfW-Förderung

Es erfolgt eine unabhängige Kontrolle durch den Energie-Effizienz-Experten über die energetische Qualität der Sanierungsmaßnahme. Außerdem kann eine gewerkeübergreifende Beratung durchgeführt werden, dadurch ist eventuell eine bessere Förderstufe und damit ein höherer Zuschuss möglich. Außerdem hast du finanzielle Planungssicherheit: du bekommst die Förderzusage vor Ausführung der Sanierungsarbeiten. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten bekommst du die Förderung in voller Höhe ausbezahlt oder auf deinen Kredit angerechnet. Außerdem ist die Förderung unabhängig von der Höhe deiner eigenen Einkommensteuer möglich.

Die Nachteile der KfW-Förderung

Bei Einzelmaßnahmen kann es zu niedrigere Fördersummen bei Ein- und Zweifamilienwohnhäusern im Vergleich zum Steuerbonus kommen.

Steuerbonus

Die KfW fördert die Sanierung von selbstgenutzten Bestandsimmobilien. Darunter fallen Ein- und Zweifamilienwohnhäuser. Eigentumswohnungen und Wohnhäuser mit mehr als drei Wohnungen werden nicht gefördert. Es werden unabhängig vom Umfang und erreichter energetischer Qualität des Gebäudes 200.000 Euro gesamt gefördert anteilig für den selbstgenutzten Teil. Die Förderbedingungen sind ähnlich den KfW-Förderbedingungen. Es gibt dazu eine separate Verordnung. Ein Energieberater bzw. Energie-Effizienz-Experte kann die Maßnahme begleiten. Von der Steuerschuld können 20% der Kosten der Sanierungsmaßnahme und 50% der Kosten für die Planungs- und Baubegleitungskosten durch den Energieberater abgezogen werden. Dabei können die Kosten nicht auf einmal von der Einkommensteuer abgesetzt werden, sondern müssen über einen festgesetzten Schlüssel auf drei Jahre verteilt werden. Dieser Schlüssel beträgt bei den Sanierungsmaßnahmen 7% im ersten Jahr, 7% im zweiten Jahr, und 6% im dritten Jahr. Dies ergibt dann die Gesamtförderung von 20%.

Die Vorteile des Steuerbonus

Es sind relativ hohe Fördersummen bei Einzelmaßnahmen an Ein- und Zweifamilienwohnhäusern möglich.

Die Nachteile des Steuerbonus

Eine Förderung ist nur möglich, wenn es sich um selbstgenutztes Wohneigentum handelt. Außerdem werden nur Ein- und Zweifamilienwohnhäuser gefördert. Die Durchführung der Arbeiten verlangt keine Überwachung durch einen unabhängigen Energieberater bzw. Energie-Effizienz-Experte. Das heißt, dass die Arbeiten auch ohne eine unabhängige Kontrolle über die energetische Qualität der Sanierungsmaßnahme durchgeführt werden können. Du hast keine finanzielle Planungssicherheit: Die Finanzbehörde entscheidet nach Abschluss der Arbeiten, ob die Arbeiten gefördert werden oder nicht. Eine Absage ist möglich. Außerdem kann dir nur ein Steuerberater in steuerlichen Fragen weiterhelfen. Du kannst nur etwas von deiner Steuer abziehen lassen, wenn du auch entsprechend Steuern bezahlst. Weder der Handwerker noch der Energieberater können dir sagen, was du in drei Jahren für Steuern bezahlst.

Fazit

Ich persönlich ziehe das Fazit, dass eine Förderung durch die KfW oft die bessere Wahl sein wird. Bei umfangreichen Maßnahmen, bei denen die förderfähigen Kosten die Kappungsgrenze der KfW erreicht, ist eine Ergänzung durch den Steuerbonus sinnvoll.
Ich bin für alle deine Fragen insbesondere bei Sanierungen da.

Ich prüfe die Durchführbarkeit von geplanten Maßnahmen und habe auch das gesamte Gebäude im Blick. Ich kläre mit dir zusammen, was gut und sinnvoll für dein Gebäude ist, habe dabei gesetzliche und fördermittelrelevante Eckdaten im Hinterkopf und begleite dich durch den gesamten Ablauf bis zum Abschluss der Maßnahme und der Auszahlung der Fördermittel. Ruf einfach in meinem Büro an oder schicke mir ein Email. Dann können wir vor allem bei umfangreichen Maßnahmen die optimale Kombination von Fördermitteln prüfen. Damit kannst du alles Möglichkeiten optimal nutzen. 

Und das Beste: Unabhängige Qualitätssicherung ist wichtig. Deshalb wird mein Honorar auch bis zu 50% gefördert.

Sanierungsfahrplan

Verbesserung der Förderbedingungen für den Sanierungsfahrplan

Zum 1. Februar 2020 hat das Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) die Förderbedingungen für den sogenannten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) verbessert. 

Was ist der iSFP?

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist das Ergebnis einer Energieberatung. Ich komme vor Ort, schaue mir das Gebäude und die Anlagentechnik (zum Beispiel Heizung, Trinkwassererwärmung und Lüftung) an und bewerte den energetischen Zustand. Zusammen mit dir entwickle ich ein für dich und dein Gebäude passendes Sanierungskonzept. Dieses Konzept wird als schriftliches Ergebnis im Sanierungsfahrplan übersichtlich festgehalten. Zum Schluss wird das Konzept und das Ergebnis noch erläutert.

Wie viel Zuschuss ist möglich?

Der Zuschuss wurde auf 80% des Beraterhonorars erhöht. Dabei gilt bei Ein- und Zweifamilienhäusern die Grenze von 1.300 Euro und bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten von 1.700 Euro. Zusätzlich wird bei Wohnungseigentümergemeinschaften die Erläuterung des Energieberatungsberichts in einer Wohnungseigentümerversammlung oder Beiratssitzung mit 500 Euro bezuschusst.

Wie funktioniert das?

Der Zuschuss wird an mich als Energieberater ausbezahlt. Dafür bekommst du auf deiner Rechnung den Betrag entsprechend gut geschrieben. Das heißt, dein Rechnungsbetrag wird entsprechend geringer.

Was kostet das?

Du bekommst von mir als Energieberater immer ein individuelles Angebot für den Sanierungsfahrplan. Für ein einfaches Einfamilienhaus ohne komplizierten Grundriss bekommst du den Sanierungsfahrplan für einen relativ kleinen Betrag.

Können deine Wünsche beim Sanierungsfahrplan berücksichtigt werden?

Das ist selbstverständlich. Du hast zwei Möglichkeiten, wie die Beratung erfolgen kann:

Schritt-für-Schritt-Sanierung über einen längeren Zeitraum

Du willst dein Gebäude über einen längeren Zeitraum modernisieren, weil beispielsweise deine finanziellen Möglichkeiten begrenzt sind? Dann zeige ich dir, wie du dein Gebäude Schritt für Schritt mit aufeinander abgestimmten Maßnahmen umfassen sanieren kannst. Dabei weise ich auch darauf hin, welche Dinge bei der Ausführung der einzelnen Schritte zu beachten sind.

Gesamtsanierung in einem Zug

Du willst dein Haus möglichst bald in ein Haus mit einem hohen energetischen Standard verwandeln? Dann ist diese Alternative die richtige für dich.

Beide Möglichkeiten haben das Ziel, dass am Ende der Sanierungsmaßnahmen ein KfW-Effizienzhaus da steht. Das verbraucht wenig Energie und spart damit wieder bares Geld

Wie sieht so ein Sanierungsfahrplan aus?

Der Sanierungsfahrplan besteht aus zwei Teilen: dem Sanierungsfahrplan selbst und der sogenannten Umsetzungshilfe. Hier findet ihr ein Muster, wie so ein Sanierungsfahrplan als Schritt-für-Schritt-Sanierung aussehen kann. Dazu gehört immer die Umsetzungshilfe. Die könnt ihr euch als Muster hier anschauen. Darin steht kurz und übersichtlich aufgeführt, was die einzelne Sanierungsmaßnahme bringt und worauf dabei zu achten ist.

Habe ich noch einen Mehrwert?

In Baden-Württemberg gilt das EWärmeG 2015.  Es verlangt einen Anteil von 15% erneuerbarer Energie zum Heizen und zur Warmwasserbereitung des Gebäudes und gilt für alle Gebäude die vor dem 1. Januar 2009 errichtet wurden.  Als sogenannte Ersatzmaßnahme erfüllt der Sanierungsfahrplan die Anforderungen an das EWärmeG 2015 zu einem Drittel, das entspricht 5%. Dafür darf er zum Zeitpunkt der Heizungserneuerung nicht älter als fünf Jahre sein.

Wie geht's weiter?

Ruf einfach in meinem Büro an oder schicke mir ein Email. Am Besten erzählst du mir ein bisschen was über dein Haus. Idealerweise hast du Pläne und ein paar Bilder, die du mir schon mal schicken kannst, damit ich einen ersten Eindruck von deinem Gebäude bekommen kann. Selbstverständlich bekommst du von mir ein schriftliches Angebot, so dass du dir in Ruhe nochmal überlegen kannst, ob du mir einen Auftrag für die Energieberatung und die Erstellung des Sanierungfahrplans erteilen möchtest.Wenn alles passt, treffen wir uns an deinem Gebäude und besprechen alles, was für dich und dein Gebäude wichtig ist.

Hier findet ihr alle Downloads aus dem Artikel nochmals in der Übersicht:

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